In den ersten Monaten nach seiner Wahl betonte Benedikt XIV. stets, den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen in der Tradition seines Vorgängers Johannes Paul II. fortsetzen zu wollen.
Als ältester gewählter Kandidat seit 1730 hat sich Benedikt hierfür auch im Jahr 2008, dem Jahr seines 81.Geburtstages, keine Ruhe gegönnt.

Reise in die Vereinigten Staaten

Auf Einladung der Vereinigten Staaten sowie der Vereinten Nationen reiste der Heilige Vater im April in die USA. Vor der UNO-Vollversammlung stellte er die Forderung nach “vorbeugenden Konfliktlösungen” sowie der Stärkung der Menschenrechte auf. Im Verlauf der Reise äußerte Benedikt sich jedoch auch tief beschämt über aktuelle Missbrauchskandale und sprach ein Gebet am ‘Ground Zero’.

Sonstige Reisen

Mehrere Besuche in Italien, in Frankreich, Südtirol und zum Weltjugendtag in Australien führten das katholische Oberhaupt zu Christen in aller Welt.

Kirchenpolitik

Eine Neufassung der Karfreitag-Fürbitte, welche nach Benedikt Beten für die Erleuchtung der Juden behinhalten solle, brachte der katholischen Kirche Verärgerung und Kritik seitens jüdischer Vertreter ein. Ansonsten setzte Benedikt seine Annäherung an die orthodoxe Kirche beispielsweise mit der gemeinsamen Eröffnung des Paulusjahres fort.

Weihnachtspredigt 2008

Gegen Ende des Jahres wandte sich der Papst in seiner Weihnachtspredigt gegen die “niederträchtige Logik der Konfrontation und Gewalt” vor allem an den Konfliktherden im Mittleren Osten, prangerte so die Folgen von Krieg, Terrorismus und Ausbeutung an und verurteilte scharf egoisitische Verhaltensweisen. Erneut betonte er auf diese Weise die Bedeutung von Dialog und Verhandlungen.